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Lavendel |
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Botanische Systematik Carl von Linné hat 1735 eine Systematik für die Einteilung von Lebewesen eingeführt. Die vielfältigen Merkmale der Pflanzen wurden auf nur wenige Merkmal reduziert, so dass eine Zuordnung der Pflanzen erfolgen konnte. Lavendel wird wie folgt eingeordnet:
Die Gattung 'Lavandula' wird unterteilt in sieben Sektionen mit über 30 Arten. Am meisten verbreitet sind die Arten der Sektionen Lavandula, Stoechas und Dentata. Innerhalb der Gattungen gibt es bedeutende Kreuzungen der Arten, z.B. Lavandula x intermedia, ein Hybrid zwischen Lavandula augustifolia und Lavandula latifolia.
Der Name der Art besteht aus der großgeschriebenen Sektion und der nachfolgend kleingeschriebenen Art, z.B. Lavandula augustifolia. Folgende Abkürzungen werden u.a. verwandt: sp oder spec = species = Art Die bekannteste Art ist Lavandula augustifolia, auch Echter Lavendel, Englischer Lavendel, Kleiner Speik, Kleiner Spik genannt, die aus dem westlichen Mittelmeergebiet stammt. Diese Art zählt zum echten Lavendel und ist sehr häufig in Gärten zu finden. In Gartencentern werden oft Sorten wie 'Munstead', 'Alba', 'Hidcote' angeboten. Die Art ist Grundlage für hochwertige ätherische Öle. Lavandula augustifolia hat ist kleiner als Lavandula latifolia. Die Blütenfarben reichen von weiss über rosa und blau bis dunkel violett. Er wird für die Gewinnung von ätherischen Ölen genutzt, die sich in aromatherapeutischen Produkten und Parfums wiederfinden. Lavandula augustifolia wird, je nach klimatischen Verhältnissen, weltweit angebaut. Hauptanbaugebiete sind u.a. Frankreich, England und Spanien. Weitere Anbaugebiete sind u.a. die USA, Großbritannien, Ukraine, Japan, Argentinien, Brasilien und Ostafrika. s. auch Lavandula latifolia (Lavandula spica) Lavandula latifolia, auch Speiklavendel genannt, fällt durch seine vielen Verzweigungen und Blütenrispen auf. Im Gegensatz zu Lavandula augustifolia hat er recht lange Blütenstiele. Er wird aufgrund seines strengen, kampferartigen Geruchs nur selten genutzt, trägt aber zur Produktion kampferartigen Öles bei. Hauptanbaugebiet ist Spanien. Besonderes Kennzeichen dieser Art sind die silbrig wollartigen Blätter, weshalb diese Art auch bei Gärtnern beliebt ist. Es gibt verschiedene Kreuzungen zwischen Lavandula augustifolia und Lavandula lanata, z.B. Lavandula 'Richard Grey' oder Lavandula 'Silver Frost'. Eine Kreuzung zwischen Lavandula lanata und der Sektion Lavandula dentata ist unter dem Namen Lavandula 'Goodwin Creek' bekannt. Lavandula intermedia ist eine Kreuzung zwischen Lavandula augustifolia und Lavandula latifolia, wobei die besonderen Charakteristika des Lavandula latifolia vorherrschend sind. Er fällt durch seine Größe und Blütenzahl auf. Die eigentliche Pflanze wird nicht viel höher, als die Lavandula augustifolia Sorten, erreicht aber seine Gesamtgröße durch die langen Blütenstiele, die je nach Sorte bis zu 75 cm lang sein können. Da er steril ist, wird er durch Stecklinge vermehrt. Der Duft dieser Art ist sehr intensiv. Lavandin wird insbesondere in Frankreich zur Produktion von Öl angebaut. Zu den hierbei beliebtesten Sorten zählt Lavandula x intermedia 'Grosso'. In der Blüte stehende Pflanzen der Sektion Stoechas sind durch ihre Blütenköpfe und deren hieraus entspringenden Blütenblättern zu erkennen (s. auch Sektion Dentata). Eine Produktion essentieller Öle erfolgt mit diesen Pflanzen nicht, da sie einen hohen Gehalt an Keton haben. Stoechas-Pflanzen kreuzen sich sehr leicht, wodurch es eine Vielzahl an Sorten gibt. Diese Sektion hat ihren Namen durch die gezahnten Blätter ihrer Pflanzen erhalten. Wie die Pflanzen der Sektion Stoechas hat der Blütenkopf daraus hervorragende Blütenblätter. Verwendung finden sie nur in Gärten. Zu beachten ist, dass sie nicht gerade winterhart sind und daher im Topf gepflanzt werden sollten. Lavandula dentata hat sich mit Lavandula latifolia gekreuzt. Diese Kreuzung hat den Namen Lavandula x allardii erhalten. Eine weitere Kreuzung ist der bereits oben genannte Hybrid 'Goodwin Creek'. Die Sektion Pterostoechas ist die größte aller Sektionen mit mehr als 15 Arten und ist geographisch gesehen am weitesten verbreitet. Die Sektion Chaetostachys besteht aus zwei Arten und wächst in u.a. in Zentralindien. Hierbei handelt es sich um acht Arten, die u.a. von Arabien und Somalia stammen.
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